Biographie Uli M Schueppel (im Detail)

2016 kuratiert Schueppel das Wettbewerbsprogramm des 7.SPFF-Int. Music-Documentary Festival, Opatija/Croatia.

Für das Exposé zum Spielfilm „SchattenFALLEN“ erhält Schueppel 2014 BKM-Drehbuchförderung.

Im Programm der Ausstellung „Devour! Sozialer Kannibalismus, politische Neudefinierung und Architektur“ (Freies Museum & Savvy Contemporary, Berlin & KunstKraftWerk, Leipzig) wird Schueppels Filmessay Der Platz (1994) gezeigt.

Im Kontext der Ausstellung „Geniale Dilletanten – Subkultur in Deutschland“ im Haus der Kunst, München wird auch Schueppels Film NIHIL oder Alle Zeit der Welt wieder aufgeführt.

2014 erhält Schueppel den „Lifetime-Award “ des „Int. Music-Documentary-Festival SPFF“, Kroatien ”Für seine außergewöhnlichen Leistungen im Musik-Dokumentarfilm und dessen Industrie“.

Seit 2013 alle schueppel-films online über die eigene Homepage als VoDs verfügbar.

2013 entsteht das Musikvideo „I Have To Sleep“ für und mit Anika (Henderson).

Videoinstallation Du Daimon zur Gruppenausstellung „My Icon“ in Galerie Neurotitan, Berlin 2013.

Für die neuseeländische Band Sun And The Wolf entsteht das Musikvideo „Crocodile“.

2012 Werkschau beim 7. Festival de Cine Independiente (MARFICI, Argentina).

In dem 2010/11 entstanden Film BRÖTZMANN – Da gehört die Welt mal erzählt Schueppel im Kontext eines Konzertes im Berliner Club Berghain, die emotionalen (Zwischen-) Räume aus denen der Musiker Caspar Brötzmann seine archaisch anmutenden Klangwelten schöpft. Der Film lief 2012 im offiziellen Programm der 62. Int Filmfestspiele Berlin (Panorama).

2011 läuft Elektrokohle (Von Wegen) im Musee du Louvre , Paris innerhalb eines Programms zu Ehren des Nobelpreisträgers JMG Le Clézio.

Ebenfalls 2010 veröffentlicht Schueppel das Film-Essay Tranzania.Living.Room. Der Film erzählt eine atmosphärische Reise durch die Zwischenräume der Imagination – zwischen Tanzania und Deutschland. Uraufgeführt wurde er im Programm des 39. Int. Film Festival Rotterdam.

2010 erste Werkschau/Retrospective in der Greek Cinemateque/Athen (12 Filme + Kurzfilme + Musikvideos, sowie Konzert der Einstürzende Neubauten )

2009 erhält Schueppel den “Underground Spirit Award ” (16. European Film Festival, Palic) für “seine außergewöhnlichen Leistungen im unabhängigen Film

2008 entstehen drei Musikvideos in Island für und mit Singapore Sling (Godman), Anton Newcombe (Free And Easy), Hendrik Bjornsson (Summer Garden).

Der 2007/08 von Schueppel realisierte Dokumentarfilm Von Wegen erzählt von den Ost/West-Wegen zum ersten Konzert der Einstürzenden Neubauten ins Kulturhaus des VEB Elektrokohle, im Osten Berlins, der (noch-) Hauptstadt der DDR am 21.12.89. Uraufgeführt im Programm der 59. Int. Filmfestspiele Berlin (Panorama). Unter dem Verleihtitel Elektrokohle (Von Wegen) kam er in Deutschland und Österreich in die Kinos, und wurde auf zahlreichen internationalen Festivals und weltweit auf Veranstaltungen zum Anlass des 20jährigen Jubiläums des Mauerfalls gezeigt

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Für die isländische Band Singapore Sling dreht Uli M Schüppel 2008 das Musikvideo zum Song Godman.

Den zweite Teil seiner “Gesänge”-Trilogie (s. „Der Platz“, 97) dreht und produziert Schueppel 2007/08 mit dem Filmessay Der Tag  , einer Meditation über die unmittelbare Nähe des Todes. Die Originalton-Komposition stammt wieder von FM Einheit. Der Tag   hat Premiere im Wettbewerb des 51.Int.Dok-FilmFestival Leipzig und erhält 2009 den New Berlin Film Award   (Preis der Ökumenischen Jury).

2006/07 entstehen verschiedene Foto/Video-Arbeiten/Installationen in Zusammenarbeit mit der norwegischen Fotografin Marie Sjoevold. Bubble&Puddle   (Asker Museum 06, Oslo, Norwegen), Disappearing Hours   (Galerie Hornbaek 07, Kopenhagen, Dänemark), This Bird Has Flown   (Norwegian Wood).
2005 entsteht das Musikvideo „Hank Williams Said It Best“ für und mit Mick Harvey  .

Schueppels langjährige Auseinandersetzung mit dem digitalen Filmemachen führen zu zwei völlig unabhängigen, selbstproduzierten NoBudget-Filmen. Zum einen das surreal-trashige Spielfim-Essay SANTOS – Heldentaten, die keiner braucht   (SANTOS – Heroic Deeds No One Needs), gemeinsam mit Ben Becker und Peppi Streich (2005 uraufgeführt bei den 39. Hofer Filmtagen). Sowie 2006 den Dokumentarfilm BerlinSong, eine musikalische Liebeserklärung an den Mythos Berlin, der im Programm der 57. Int. Filmfestspiele Berlin lief, weltweit auf etliche Festivals eingeladen wurde und 2008 in die Kinos in Deutschland und Österreich kam.

2004 entsteht aus gedrehtem Material der 90er Jahre mit Nick Cave & The Bad Seeds  
die Dokumentation The Song  .

Von 2002 an ist Schueppel unregelmäßig als Gastdozent für “Regie” an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB), sowie an der Niederländischen Filmakademie, Amsterdam tätig und leitet verschiedene Workshops/Masterclasses zum Thema Musik-Dokumentarfilm.
Seit 2002 Mitglied der European Film Academy.

Für die Int. Filmfestspiele Berlin hat Schueppel 2002, als digitale Animation, den offiziellen Berlinale – Trailer/Opener (in Zusammenarbeit mit Das Werk- Berlin, bzw ARRI-Berlin) kreiert. Bis heute (=2016) eröffnet dieser Trailer alle Filme aller Sektionen des Festivals und ist inzwischen zum filmischen Signet der Berlinale geworden. Ebenfalls als digitale Animation kreiert er den Delphi Verleih – Trailer/Opener (Filmverleih) 2003.

2001 initiiert er den ‘digital fiction-award’ für das Berlin Beta-Filmfest version 01.
In dem 2002 umorganisierten Festival unter neuem Namen „b.film & digital vision Festival“ ist Schueppel wiederum als Kurator der ‚digital vision’ Sektion, und für die Programmierung der Filme zuständig. Bei der Konferenz ‘Festival for Digital Media, Business and Culture’ im Rahmen der Medienwoche Berlin-Brandenburg ist Schueppel als Kurator für den Bereich ‚digital entertainment’ verantwortlich. In zahlreichen Konferenzen und Panels der darauffolgenden Jahre referiert er über das digitale Filmemachen.

2000 Geburt des Sohnes Cosmo Schueppel.

1999/2000 hat Uli M Schueppel mit planet alex einen der ersten abendfüllenden Spielfilme auf Mini-DV in Deutschland gedreht und produziert (‚de.flex-film’ Co-ZDF).
planet alex – ein Episodenfilm über junge Menschen und ihren Geschichten rund um den Berliner Alexanderplatz – läuft 2001 auf etlichen int.  Filmfestivals (u.a.: Max-Ophüls-Wettbewerb, Saarbrücken; Tiger Award-Wettbewerb, Rotterdam; Int. Russ. Filmfestival Sochi, (Comp.); Sarajevo (New Currents); Golden Horse-FilmFestival, Taiwan; New Films, Museum of Modern Art, NY; Hirshhorn-Smithsonian, Washington; SeNef-Festival for Digital Media, Korea…).
In planet alex kombiniert Schueppel auf ungewöhnliche Weise seine Erfahrungen aus Musikclips, Doku-Essays und Spielfilmen. (Vom ZDF nominiert für den Deutschen Fernsehpreis 2002 in den Kategorien „Beste Filmmusik“ und „Beste weibliche Nebendarstellerin.)

1998 gemeinsam mit Millie Comfort, Gründung der Produktionsgesellschaft: deflex-fim, schüppel-comfort gbr.
Dramaturgische Beratung und Schnitt-Supervision für „Go for Gold“ von Lucian Segura (Road-Movies Produktion) und „Celluloid Baby“ von Charlotte Wetzel & Sandra Kulbach.

Zwischen 1994 – 98 laufen seine  Dokumentar- und Essayfilme mit großem Aufsehen auf unzähligen internationalen Filmfestivals (u.a. Berlinale-Forum, Rotterdam, Montreal, Edinburgh, New York):
Der Platz (Co-ZDF,1997) – ein atmosphärisches Ton-Filmessay (in Zusammenarbeit mit FM Einheit) zu den Bauarbeiten am Potsdamer Platz.
Sid&Nancy; Ex&Pop (Co-3sat,1996) – Doku über die Entstehung eines Theaterstücks von und mit Meret und Ben Becker.
Jahre der Kälte/Frozen Stories (Co-ZDF,1994) – ein Essay-Film über den Aufenthalt seines verstorbenen Vaters als politischer Häftling in den Stalinistischen Gulags. (Musik: Blixa Bargeld)

Sein erster abendfüllender Spielfilm Vaterland (Co-ZDF,1992) gewinnt den OCIC Award 93 (Int. Filmpreis der Kath. Kirche) – die metaphorisch-tragische Reise eines Algeriers, der seine kleinen Sohn durch ein kaltes Nachwende-Deutschland entführt. (Int. Filmfestival: Rotterdam, Göteborg, Montreal, Melbourne, Amiens, Rimini, u.v.a.)

Mit der kanadischen Künstlerin Susan Turcot entsteht 1990 der Kurzfilm A Priori.
Für die deutsch/australische Band Crime & The City Solution entsteht 1990 das Musikvideo „I Have The Gun“.

Die Filmakademie schliesst Schueppel mit dem Dokumentarfilm The Road, to God knows where (Co-Dffb/Mute-Films,1990; Vertrieb BMG) über Nick Cave & The Bad Seeds ab – ein Roadmovie über die Schattenseite des Star-&Touralltags.

1989 entsteht die Musik-Dokumentation Der Virus bricht durch mit den Einstürzenden Neubauten, sowie das Musikvideo  „Lost In Music“ (Anita Lane/Mick Harvey).

Der erste semi-lange Spielfilm Nihil, oder Alle Zeit der Welt (Co-Dffb,1987) sorgte für Überraschung bei den Hofer Filmtagen 88 und gewann u.a. den Special Jury-Award, Montreal 88; Honorable Jury-mention, Wilhelmshaven 89; 2nd Nino Rota-price, Trento Cinema 89.

1984 bis 1990 Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb), Bereich Regie (Diplom).
Davor, und in dieser Zeit entstehen zahlreiche Musikclips und Kurzfilme (Super8 und Video). Nebentätigkeiten als Radiomoderator („Slime-Line Show“, Radio 100 – legendär wg der imaginären Sendung zur „Maueröffnung“ schon im Okt89, s. http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2014-11/
mauerfall-live-westberlin-radio-100),
Herausgeber & Autor selbstverlegter Bücher und Poesie-Schriften (u.a.:„NoMade in Germany“, „Vip Dip Deluxe“, „Eine Überdosis Aspirin“), Musiker („Fremdkörper“), Barkeeper (im „Szene“klub der West-Berliner 80er „Ex’n Pop“), u.v.m.

1983 Umzug nach West-Berlin, sechsmonatiges Praktikum bei SFB (heute RBB) für „Abendschau“ (aktuelle, lokale Berichterstattung).

1958 als erstes Kind von Christine und Hem Schueppel, geboren. Aufgewachsen in einem kleinen Dorf im Odenwald. Wegen Kunstprofessur des Vaters Hem Schüppel 1968 Umzug in die Nähe von Frankfurt/M. Ab 16 Musiker in zahlreichen Bands und ab 18 auch „Filmkritiker“ für Frankfurter Stadtzeitschriften (sowie des nachts DJ im Frankfurter Club „Why Not“).
Nach Abitur (Humboldt-Gymnasium, Bad Homburg v.d.H.), neunmonatigem Frankreich-Aufenthalt, Zivildienst, und Studium in Heidelberg (Germanistik, Romanistik, allg. Linguistik).